Die Mechanismen des WorldWideWeb
Neulich, im Internet… viele Meinungen, wiederkehrende Wellen und ein Elektro-Schock.
Vor ein paar Tagen kursierte ein neuer Track der französischen Elektro-Rocker Justice im Netz, “Beginning Of The End“. Dachte man zumindest, denn es stellte sich raus, dass der Track nicht von ihnen war. Viele meinten das schon am Track selbst erkannt zu haben, einigen erschienen die Begleitumstände sehr dubios. Und von Ed Banger, dem Haus-Label der beiden Jungs, kam dann auch schließlich das Dementi. Alles nur Fake, oder? Oder nur eine (un)geschickte PR-Aktion? War der Track evt. doch echt und durch die eher mäßigen Reaktionen entschied man sich zum Rückzug? However, die www-Maschinerie macht’s möglich. Viel Spielraum für Spekulation, Unsinn, Gerüchte oder Hypes.
Apropos Hype… das iPad gehört zweifelsohne in diese Kategorie. Schön zu beobachten, wie die Berichterstattungen und Spekulationsblasen in verschiedenen Wellen über uns hereinbrach. Spannung, wie wird es aussehen, was wird es können. Kommt es überhaupt? Da ist es, so sieht es also aus, was kann es? Kurze Denkpause… warum kann es das nicht, warum hat es das nicht. Dann… aber eigentlich kann es das doch und das braucht man gar nicht. Braucht man es überhaupt? Wenn man sich selbst versucht von seiner Meinung frei zu machen, ist es wirklich sehr faszinierend diese Wellen der Begeisterung, Verwunderung oder Ernüchterung zu beobachten, die in den Online-Portalen der klassischen Print-Medien, wie auch in vielen Blogs herumschwappen. Was bleibt? Same procedure as everytime. Die Wellen kommen über uns, inzwischen ja auch von Google selbst (mehr dazu in Bälde). Das Netz veranlasst jeden sich alle fünf Minuten zu äußern, irgend etwas zu kommentieren oder seinen Senf (un)gefragt abzugeben. Das ist ok, man muss einfach nur filtern können, was vielen allerdings immer noch sehr schwer fällt.
Apropos alle fünf Minuten… da wären wir bei Twitter. Letztens postete ich einen Kommentar aus der Sendung neoMusic, zum aktuellen Clip von Lady total Gaga: „Untragbare Kostüme treffen auf Tod und Prothesentanz“. Wenig später sah ich, dass mein Tweet… ähem, „retweetet“ wurde. Allerdings von einem User, der das Wort „Bestatter“ in seinem Namen trägt und NUR Tweets retweetet, in denen es um Tod, tot, gestorben, etc. geht… krank, oder? Am nächsten morgen kam die nächste unheimliche Begegnung der 2.0er Art. Auf dem Weg zur Arbeit war ich mit meinem Mobiltelefon surfenderweise im Netz. Automatisch sucht es sich dann WLAN-Netze und fand eins mit dem Namen „Todeshorst“. Einem Moment lang mußte ich grübeln, dann schmunzeln, mich wundern… ah, die nächste Welle.








