Helden der Nacht – CERT-8 – Newcomer 10.2012

CERT-8
Christian Haase, auch bekannt als CERT-8, ist bereits ein äußerst erfahrener Musiker und begann schon sehr früh, unter dem Pseudonym „Hardline Soundsystem“ Tracks zu veröffentlichen. Angetrieben von dem Wunsch, sich musikalisch weiter zu entwickeln, vertiefte er sein Wissen bei einem einjährigen Aufenthalt in Chicago. Durch die gesammelten Eindrücke entwickelte er eine Sympathie für House und Techno. Zum Style-Wechsel und den ersten erfolgreichen Stepps als DJ legte er sich ein neues Künstlerpseudonym zu. Neugeboren als CERT-8 unterhielt er bereits seine eigene Webradio-Show, war Veranstalter von Events und trat neben dem DJ-Dasein auch als Live-Act auf. Schon bald reizten ihn neue Projekte und so wurde er nicht nur eine Hälfte von Cubic Worms, sondern ist auch Gründungsmitglied des Labels Mittel Zum Zweck. CERT-8 kann mittlerweile eine Reihe Release und Remixe vorweisen und hat es verdient, mal genau begutachtet zu werden.
Interview:
Was hat dich dazu bewegt, Musik zu machen?
Angefangen hat alles mit dem „Flat Beat“ von Mr. Oizo. Als Kind fand ich Flat Eric klasse. Damals hatte ich noch keine Ahnung von elektronischer Musik. Ich habe mir einen Sampler mit diesem Track gekauft und dann angefangen, mich auch mit anderen Acts wie z.B. Sven Väth und Westbam auseinanderzusetzen. Irgendwann wollte ich selbst meinen Teil dazu beitragen und begann erst mit Vinyl und später digital aufzulegen. Das Interesse am Produzieren kam dann nach und nach dazu.
Entweder…
Gitarre oder Klavier?
Da in mir auch ein kleiner Metal-Fan steckt, definitiv Gitarre! Im Metal kann man aufgestaute negative Energie gut ablassen, das geht im Elektronischen nicht. Meine absolute Favorite-Band ist The Unguided aus Schweden, für deren Song „Phoenix Down“ ich sogar schon einen Remix machen durfte, was mich sehr stolz macht.
70s-Rock oder 80s-Pop?
70s-Rock wie Black Sabbath oder Alice Cooper. Das sind die echten Vorreiter des heutigen Rocksounds!
DJ oder Produzent?
Beides bin ich leidenschaftlich gern! Mit zwei Freunden habe ich auch das Label Mittel zum Zweck gegründet. Dort releasen wir unsere Tracks mit Remixen von bekannten Szene-Größen wie Hardfloor, Frank Sonic & Mike Maass, Lars Wickinger, Pierre Deutschmann oder Sebastian Lutz.
Analog oder digital?
Vom Vinyl habe ich mich wegbewegt, da es nicht mehr das gibt, was ich brauche. Ich sammle nach wie vor CDs, lege aber komplett digital auf! Beim Auflegen bietet mir das am meisten Möglichkeiten.
Maintime oder Afterhour?
Maintime. Auf Afterhours laufen mir zu viele verspulte Leute rum. Dann bleibe ich doch lieber bei einer richtigen Party, wo sich noch alle dessen bewusst sind, was sie tun und feiern!
130 bpm oder 120 bpm?
Ein gutes Mittelding. Bei 125 bpm hast du immer noch einen lockeren, groovigen Sound, der aber dennoch ordentlich Druck hat. Bei einer OpenAir-House-Party dürfen es aber auch mal 120 bpm sein oder bei einer Techno-Party im Kellergewölbe eben auch mal 130 bpm. Das ist situationsabhängig.
Berlin-Underground oder Ibiza-Mainstream?
Große Feierei unter der Sonne am Meer hat natürlich was für sich, aber dennoch komme ich mehr aus dem Clubbereich, der im Underground anzusiedeln ist – fern ab vom Mainstream.
Festival oder Club?
Schon der Club. Aber im Sommer sind (gute) Festivals Pflichtprogramm! Mittlerweile finden jedes Wochenende so viele statt, dass man echt auswählen muss, wohin man geht.
Traktor oder Serato?
Auf jeden Fall bin ich ein großer Freund von Native Instruments. Deren Produkte sind große Klasse!
Allen & Heath Xone oder Pioneer DJM?
Eigentlich Wurst. Vom ganzen Gefühl her, würde ich sagen, hat der Pioneer das angenehmere Handling.
Apple oder Microsoft?
Zum Produzieren und Auflegen definitiv Apple! Für den täglichen Bürobedarf reicht Microsoft völlig aus.
Politisch engagiert oder desinteressiert?
Schon interessiert aber leider nicht engagiert genug.






