Neu im Kino: Kiss & Kill
Kiss & Kill (Kinowelt)
Regie: Robert Luketic
Min.: 110
Genre: Action-Komödie
Hauptdarsteller: Katherine Heigl, Ashton Kutcher, Tom Selleck, Catherine O’Hara
Start: 5. August 2010
Wertung: 3/6
Kritik:
Die Symbiose von Agenten-Action und Rom-Com scheint derzeit mehr als einen Drehbuchschreiber umzutreiben. Nach zaghaften Versuchen in „Der Kautions-Cop“ mit Jennifer Aniston und Gerard Butler warb das Duo Tom Cruise und Cameron Diaz in „Knight and Day“ vergebens um die Zuschauergunst. Diesen Monat versuchen sich Katherine Heigl, bekannt als Izzy aus „Greys Anatomy“, und Ashton Kutcher, der mit „Die Wilden 70er“ seinen Durchbruch hatte, an diesem Balance-Akt. Beide Ex-Serienstars brauchen dringend einen Hit, aber schlagen in „Kiss & Kill“ nur selten die richtigen Töne an.
Jen (Heigl) ist gerade mal wieder verlassen worden. Doch dann lernt sie im Urlaub mit ihren Eltern ihren Mr. Perfect kennen. Leider ahnt Jen nicht, dass ihr auserwählter Spencer (Kutcher) ein Auftragskiller ist, der sich nur ihr Zuliebe heimlich aus seiner Profession zurückzieht. Jahre später wird dieser überstürzte Ausstieg auch für ihren Vater (Selleck) und ihre Mutter (O’Hara) actionreiche Konsequenzen haben.
Das Ergebnis der Bemühungen, der „Mr. and Mrs. Smith“-Story neues Leben einzuhauchen, ist mäßig unterhaltsames Popcorn-Kino, das fast nur durch einen lächerlich guten Tom Selleck unterhält. Kutcher hingegen ist als Auftragskiller ungefähr zu glaubwürdig, wie Vin Diesel es in einer Jane-Austen-Verfilmung wäre. Wenn seine Figur Spencer oben ohne am Strand steht und mit der prüden, verzweifelt wirkenden Jen (Heigl) flirtet, muss man unvermeidlich an Ashtons letzten Mega-Flop „Toy Boy“ denken. Heigl wirkt angestrengt und stößt bei Verfolgungsjagden spitze Schreie aus, die höchstens in Hitchcock-Filmen nicht fehl am Platz wären. Nach einer recht vorhersehbaren ersten halben Stunde nimmt die Geschichte durch einen Zeitsprung sowie einen einzigen, ewig ausgewalzten Plot-Twist noch mal Fahrt auf und unterhält ganz ordentlich. Fazit: Annehmbare Unterhaltung für Anspruchslose.








