Freitag, 30. Juli 2010

Im Kino: Zombieland


2. Dezember 2009 // Kino, Movies  

Zombieland Plakat

Regie: Ruben Fleischer
Min.: 88
Genre: Horror-Komödie
Hauptdarsteller: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin
Start: 10.12.2009

Woody Harrelson darf endlich wieder rumballern. Nach seiner legendären Rolle in Natural Born Killers ist er diesmal auf Zombie-Jagd: Ein Virus hat den Großteil der Menschen zu kannibalischen Untoten gemacht. Ein nerdiger Student (Eisenberg) lebt noch, weil er einen ellenlangen Katalog an selbst erfundenen Regeln befolgt. Auf dem Weg nach Columbus, wo er seine Eltern suchen will, trifft er auf Tallahassee (Harrelson). Beide sprechen sich nur mit dem Namen der Orte an, die sie erreichen wollen, um keine Beziehung zu anderen Überlebenden aufbauen. Als die Schwestern Wichita (Stone) und Little Rock (Breslin) sich das Auto des ungleichen Duos erschwindeln, um in einen angeblich Zombie-freien Freizeitpark an der Westküste zu gelangen, raufen sich die vier Überlebenden nach und nach zusammen.

Zombieland 01

Zombieland ist schon allein wegen des fantastischen Vorspanns das Eintrittsgeld wert: In brillanten Zeitlupen wird gezeigt, wie die Welt zombiefiziert wurde. Das ist zugleich ziemlich eklig und sehr lustig. Damit man sich wegen des witzigen Off-Kommentars totlachen kann, darf in Slow Motion spritzendes Blut einen allerdings nicht zu sehr schocken. Trotz vieler Actionszenen und der von Tallahassee zelebrierten Zombie-Jagd ist Zombieland aber kein wirklicher Horrorfilm, sondern ein urkomischer Hybrid aus Komödie, Horror und Lovestory. Die Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick haben diese Genres genial kombiniert und die Dialoge dermaßen mit Filmzitaten und sonstigen Anspielungen vollgepackt, dass Zombieland auch beim zweiten und dritten Ansehen noch Spaß macht. Dass das gute Script sein volles Potential entfalten kann, liegt vor allem an der guten Chemie des unkonventionellen Duos Eisenberg und Harrelson. Und der Cameo in der Filmmitte ist so ziemlich das Lustigste, was das Filmjahr 2009 bisher zu bieten hatte. Kleiner Tipp: Auf die Frage, ob der Darsteller, dessen Identität nicht verraten wird, irgendwas bereut, antwortet er: „Garfield maybe.“ Eins werden aber die wenigsten bereuen: Sich Zombieland angeschaut zu haben.

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