Mathias Aguayo – Oh oh oh!
Basta ya de Minimal – mit seinem Aufruf für mehr Sensualität in den nokturnen Rhythmen setzte der gebürtige Chilene Matias Aguayo, wegen seiner wechselnden Wohnorte oftmals als kosmopolitischer Nomade bezeichnet, 2008 Signale innerhalb einer Szene, der er sich „sowieso nie zugehörig” fühlte, und zog weiter um den Globus.
Nach einem Leben ohne Schwerkraft – Closer Musik‘s „No Gravity” geht mit seinen geflüsterten Vocals noch immer unter die Haut – folgte das Leben ohne Closer-Musik-Partner Dirk Leyers, dann eine kreative Phase mit dem Produzenten Marcus Rossknecht aka Roccness, der Aguayo bei der Fertigstellung des ersten Aguayo-Longplayers „Are You Really Lost?” behilflich war und auch immer noch an einigen Songs Aguayos mitschreibt, und eine wahre Odyssee zwischen den Ländern und Kreativstützpunkten, in denen sich Matias, der als flüchtiger Chilene während des Militärregimes mit seinen Eltern nach Köln zog und dort auch – musikalisch – aufwuchs, inspirieren ließ und inspirierte. So rief er unter anderem in Buenos Aires die Boomboombox-Parties ins Lebens, und tat sich auch in Mexico mit diversen Musikern und Artists zusammen, um dieses Jahr sein eigenes Label Cómeme aus der Taufe zu heben.
To much critical acclaim: Der erste Track des Mexikaners Rebolledo, ein darker körperlicher Organic-IBM-Track mit Aguayos Vocals, „Pitaya Frenesí” mutierte zum energetischen Antitrend-Sommerhit. Brütende Bodymusic für einen Club, der überall sein kann, auf der Straße oder am Strand. Sich gegen Stereotypen aufzulehnen fällt dem Kompaktler gewohnheitsmäßig leicht: sein kreativer Charakter, schnell und vielseitig, verlangt nach andauernder Inspiration und Neuorientierung, die er sich unter anderem in der Musik der Länder sucht, die er durchreist. Und so ist „Ay Ay Ay”, sein zweiter soeben auf Kompakt erschienener Longplayer, eine vielschichtige organische Stimmsamplekollage geworden, die ganz klar Urvölker-Rhythmen und Singspiele in afrikanischer Tradition zu einem Clubthema macht. Wobei der Club die Welt ist, versteht sich.
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Und hier noch mal der großartige “Minimal”-Mix von DJ Koze, zum Hören und Freuen!








