Medina – Danish Dance Dynamite
Was hat sich heutzutage die Suche nach dem neuen Superstar doch verändert. Ob groß, klein oder talentfrei, alle stehen Schlange bei jeder noch so entwürdigenden Casting-Show. Das geht sogar inzwischen soweit, dass furzende Engländer die Vorrunde überstehen. Das klingt vielleicht nach Fußball-WM, aber natürlich ist der legendäre Mr. Methan gemeint, der Bohlen & Co. seine Gase um die Ohren blies. Aber es geht auch anders. Fast schon romantisch und mit ein wenig Aschenputtel-Flair. Die beiden dänischen Produzenten Rasmus Stabell und Jeppe Federspiel, besser bekannt als Providers, besuchten eine Kopenhagener Sandwich Bar. Dort arbeitete eine gewisse Andrea Fuentealba Valbak, deren selbst komponierte und gesungene Musik im Hintergrund lief… mittlerweile nennt sie sich Medina, ist in ihrer Heimat ein Star und startet nun auch in Europa durch. Denn ihr melodiöser Dance-Sound hat Ohrwurmqualitäten und rockt die Tanzflächen.
Die 27-jährige Tochter einer Dänin und eines Chilenen ist im beschaulichen Århus aufgewachsen. In der Familie spielte Musik eine große Rolle und so hat Medina von früh an viel gesungen und auch komponiert. Es war ein langer Weg bis zu jenem Moment in der Sandwich-Bar, denn sie hat unglaublich viel Zeit, Mühe und Ergeiz in die Musik gesteckt. Das Debütalbum erschien schließlich 2007, gut ein Jahr nach dem ersten Treffen mit Stabell und Federspiel, allerdings gelang der Durchbruch erst gegen Ende 2008. Mit ihrer Single „Kun for dig“ landete sie nicht nur einen veritablen Clubhit, sondern enterte auch an den Weihnachtsfeiertagen Platz Eins der dänischen Charts. Letztlich verweilte der Song ein halbes Jahr in den Top-Ten. „Ich bin ein Workaholic, ich habe alles gegeben und gebe immer noch alles. Der Erfolg hat mich sehr stolz gemacht und ich arbeite sehr gerne mit den beiden Jungs zusammen. Wir sind zu einer Art Familie geworden.“ So war Ausruhen auf den Lorbeeren natürlich nicht angesagt und es folgten im vergangenen Jahr zwei weitere Nummer-1-Hits sowie das zweite Album mit dem Titel „Velkommen til Medina“, welches auf Platz Zwei der Longplayer-Charts landete. Parallel dazu wurden schon die Weichen gestellt für die internationale Karriere, denn ihre Songs fanden auch über die dänischen Landesgrenzen hinaus viele Fans. Die Rufe der Fans wurden lauter nach englischsprachigen Texten und so wurde ebenfalls in 2009 Jahr mit „You And I“ die englische Version ihres ersten Hits veröffentlicht. Der Song landete in England auf Platz 39 der normalen und auf Platz 1 der Dance-Charts. Im Mai wurde „You And I“ auch in Deutschland veröffentlicht und landete auf Anhieb auf Platz 10 der Charts. Aber es sind nicht nur diese Erfolge, sondern auch die ständig wachsende weltweite Fangemeinde, zwischen den USA, Osteuropa oder Südamerika, die nun endlich ein internationales Album folgen lassen: „Welcome To Medina“ wird Ende Juli erscheinen und ist mehr als nur ein Aufguss des zweiten dänischen Albums. Neben ihren bisherigen Hits gibt es auch jede Menge neues Material. Dancefloor-Hits, die nicht nur das Bewegungszentrum stimulieren, sondern auch dank der zuckersüßen Melodien und der wundervollen Stimme hervorragend für gemütlich-laue Sommerabende in der Hollywood-Schaukel geeignet sind. „Ich bin extrem aufgeregt und kann es kaum erwarten, wie das Album angenommen wird.“ Die ersten Vorabreaktionen waren gut, aber die Spannung bleibt natürlich, bis es tatsächlich auf den Markt kommt. Darüber hinaus wird es im November eine Deutschland-Tour geben. Erste Kontakte mit dem deutschen Publikum hat es bereits bei zwei Auftritten bei The Dome gegeben und Medina zeigte sich sehr begeistert von den „total verrückten“ Fans. Es werden mit Sicherheit noch viele Auftritte folgen, auch über den November hinaus. Die talentierte dänische Sängerin mit dem südamerikanischen Blut steht erst am Anfang ihrer Karriere als Sängerin, aber auch als Songwriterin für andere Acts. Schließlich gibt es musikalisch noch viel auszuprobieren, denn festlegen will sie sich nicht. Dafür gibt es zu viele Stile, die durchforstet werden müssen.
Århus – Mit 240.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Dänemark, liegt an der Ostseeküste in der Region Midtjylland.
Medina hatte bisher sechs Nr.1-Hits in Dänemark, gehörte 2009 der fünfköpfigen Jury Dänemarks beim Eurovison Song Contest an und bekam im gleichen Jahr den MTV Europe Music Award als beste dänische Interpretin.
Neben Medina haben die Providers noch einige weitere dänische und internationale Acts produziert wie Rasmus Seebach, Kuku Agami Szirley oder Majid. Darüber hinaus betreiben sie auch ihr eigenes Label :labelmade:.
www.providersmusic.dk
www.myspace.com/medinasoulcamp
Review:
Medina
Welcome To Medina (EMI)
„Welcome To Medina“ heißt auch der erste Song auf dem internationalen Debütalbum der sympathischen Dänin, der auch direkt ins Ohr geht. Und diese Konstanz zeiht sich durch das ganze Album, denn die nahezu perfekt komponierten Songs bestechen durch auf den Punkt gebrachte Beats und elektronische Instrumentierung. Dancefloor-Hits, die darüber hinaus aber auch ein großes Hitpotential haben, wie sie uns ja auch unlängst bewiesen hat. Ihr markante Stimme trägt die schön kitschigen Melodien perfekt durchs Album. Der Sommer ist da!










