Freitag, 10. Februar 2012

Numark PHX USB – Sofort hörig!


27. August 2010 // Technik  

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Ein DJ-Kopfhörer mit USB-Anschluss – Muss oder Stuss? Diese Frage scheint berechtigt. Denn obwohl die Option einer Abhöre über diesen Port nicht nur technisch nahe liegt, sondern im Headset-Segment bereits Gang und Gäbe ist, schien der Plattenreiter mit seinem (Mini-)Klinke-Port bislang zufrieden zu sein. Ja geradezu verliebt und eigen. Der war schließlich schon immer da und immer frei, weil praktisch für nix anderes einsetzbar – warum sollte man also anstelle dessen einen wertvollen USB-Port verschwenden? Derartiges Denken ist im Jahre 2010 natürlich überholt. Denn nicht nur Computer jüngeren Datums verfügen inzwischen über mehr der Universal Serial Busses. Auch im Bereich dedizierter DJ-Tools wie Mixer bringt praktisch jedes neue Messejahr zusätzliche USB-Ports hervor. Denn der qualitative Vorteil des direkt abgeführten Digitalklangs ist einfach unüberhörbar.

Weshalb Numark nun ihren klassischen PHX ablösen durch das unserer Recherche nach erste, lupenreine DJ USB-Modell. Aber was heißt schon lupenrein? So vermessen zu glauben, dass die Ära des Klinke-Steckers nun über Nacht abgelaufen sei, ist Numark natürlich nicht. Vielmehr haben die Amis die auch schon beim Vorgängermodell schraubwechselbare Kabelparade um eine 3 Meter lange USB-Strippe ergänzt.

Verschraubt man diese im Gewinde der linken Hörmuschel, kommt man in den digitalen Genuss dessen, was bereits die rein analoge Version so beliebt und erfolgreich machte: Einen enorm hohen Schalldruck dank der großen, 50 mm Neodym Wandler bei einem breiten Frequenzspektrum von 20Hz bis 20 kHz. Die geschlossene Bauweise sperrt Außengeräusche fast völlig aus, begünstigt vom wirklich hervorragenden und flexibel einstellbaren Sitz. Auch in Sachen Stabilität macht dem PHX kein Konkurrenzmodell dieser Preisklasse so schnell etwas vor, begeistert sein darf man auch weiterhin vom gummierten Bügel, der ein Wegrutschen beim akrobatischen Kopf/Schulter-Klemmen verhindert.

Hot -Plugging-gemäß wird der USB-Stecker des Typs A vom System sofort erkannt und ist einsatzbereit. Die Nutzung spezieller Audio-Interfaces oder Installation gesonderter Treiber ist natürlich nicht nötig. Was, je nach Rechnerausstattung, sein kann, ist, dass der Kopfhörer als Ouput-Device angewählt werden muss. Wenn also nix zu hören ist, einfach mal in den Settings des Systems und/oder der Software (bei und waren es NI Traktor und Reaktor) nachsehen. Dort erscheint der PHX als namenloses USB Audio Device.

Folgend wird in Anbetracht des kristallklaren, ausdefinierten Klangs wohl niemand mehr sagen, ein DJ-USB-Headphone sei Stuss. Vor allem, wenn man Soundfetischist ist, gerne auch mal High Quality zuhause mixt oder sogar Stücke anproduziert. Wenn es in erster Linie um brutale Lautstärke im Club-Alltag geht, greift das Gewohnheitstier DJ wohl gerne auf die dreckige Klinke zurück. Was mit dem PHX USB ebenso immer noch möglich ist. Folglich bietet Numark mit dieser Neuerung sozusagen zwei Headphones zum Preis von einem an. Was eine Pro-Entscheidung noch einfacher macht.

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