Sonntag, 19. Mai 2013

Reloop Beatmix – Handschmeichler


7. September 2012 // DJ-Technik, News, Technik  

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Wer auf der Suche nach seinem ersten DJ-Controller ist, hat durchaus die Qual der Wahl. Zahlreich sind die Angebote der Hersteller und genau so zahlreich sind die angebotenen Konfigurationsvarianten. Natürlich soll der Controller das Budget nicht unnötig belasten, damit mehr Kohle in den Ausbau der Musiksammlung fließen kann. Trotzdem sollte der Einsteiger-Controller natürlich kein Spielzeug sein, also durchaus professionellen Ansprüchen genügen, wenn die eigenen Skills wachsen und die Einsätze zahlreicher werden.

Reloop hat bereits seit einiger Zeit bewiesen, dass sie praxistaugliches Club-Equipment zu echten Budgetpreisen auf den Markt bringen können. So auch beim 2-Deck Controller Beatmix, der auf der Musikmesse 2012 vorgestellt wurde und nun erhältlich ist.

Augen auf

Frisch dem Lieferkarton entnommen, fällt einem die erfreulich übersichtliche Gestaltung des Beatmix ins Auge. Keine überflüssige Effekthascherei, keine empfindliche Hochglanzoberfläche, keine Mäusedisco mit aber zig LEDs. Stattdessen griffige Potis mit angenehmem Abstand, große, rutschfeste Buttons und zwei aus feinstem Aluminium handgedrechselte Platter von beeindruckender Größe (14cm).

Ebenfalls in der Reihe der Mitbewerber nicht Standard: Ein ausgewachsenes 2-Kanal Audiointerface zum Anschluss an HiFi-System oder Club-PA. Um dieses zu nutzen, stehen latenzoptimierte ASIO-Treiber zur Verfügung. Eine wirklich gute Erweiterung ist der zweite Chinch-Ausgang, mit dem das Mastersignal z.B. an einen externen Recorder weitergegeben werden kann. Aber auch ein zusätzlicher Amp für eine Booth-Beschallung ist dort anschließbar. Ferner lassen sich natürlich noch Kopfhörer und Mikrofon direkt anschließen, so dass in diesem Bereich keine Wünsche offen bleiben.

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Finger dran

Angeschlossen ist der Beatmix in wenigen Sekunden. USB-Stecker in einen freien Port und fertig ist der Lack. Dank USB-Stromversorgung ist der Beatmix sofort einsatzbereit. Wenn die Hände auf den großen, kühlen Alu-Platters liegen, kann es sofort losgehen. Die Teller rotieren dabei sanft und geräuschlos und fühlen sich einfach sehr wertig an. Kein Vergleich mit diversen Plastik-Plattern anderer Systeme. So sind schnelle Navigation im Track oder auch präzise Scratch-Manöver leicht zu realisieren. Die Potis der EQ-Abteilung und der Filter/FX-Sektion sind angenehm griffig und laufen butterweich. Auch hier beste Voraussetzung für Präzision und lange Lebensdauer. Auch die Fader für Volume, Crossfade und Pitch fühlen sich gut an. Gerade bei diesem Thema ist aber eigenes Fingerspitzengefühl gefragt. Der eine bevorzugt ultraleichten Lauf, der andere Präzision durch erhöhten Wiederstand. Austesten ist hier angesagt. Einen guten Job machen auch die Encoder zur Effektauswahl. Zentral gelegen ist der Navigations-Encoder mit den beiden Load-Buttons. Die Auswahl und das Einladen der Tracks in die beiden Decks kann hier schnell und effektiv erledigt werden. Die Buttons der großen Transportsektion und die etwas kleineren Buttons für die Hot-Cues geben vernünftig Rückmeldung und fühlen sich gut an.

Ohren auf

Der Beatmix wird serienmäßig mit Virtual DJ SE ausgeliefert und man merkt ihm an, dass er speziell auf diese Software zugeschnitten wurde. Alle wichtigen Funktionen (Effekte, Loops, Sampler, Beatgrid etc.) finden ihr Pendant auf der Oberfläche des Controllers. So wird intuitives Arbeiten zum Kinderspiel. Dennoch lässt sich der Beatmix natürlich auch mit anderer Software einsetzen. Ein Setup für Traktor kann z.B. direkt über die Herstellerseite geladen werden. Klanglich gibt sich der Beatmix unauffällig. Die Wandler arbeiten ordentlich, vielleicht mit etwas wenig Druck. Aber das spielt sich schon fast im metaphysischen Bereich ab. Für die angepeilten Einsatzzwecke geht das vollkommen in Ordnung.

Fazit

Für angekündigte 249 Euro und inzwischen bereits bei einem Straßenpreis von knapp 200 Euro angekommen, bietet der Beatmix wirklich viel fürs Geld. Vernünftige Verarbeitung, eine klasse Ausstattung (z.B. durch das zweite Ausgangspärchen) und ein Design, das sich an professionellen Aufgaben orientiert, gefallen. Der Beatmix will kein Posergerät sein, sondern intuitives, präzises Mixing erlauben und genau das tut er. Perfekt auf Virtual DJ abgestimmt kommt so ein Paket ins Haus, das Einsteiger aber auch auf das Budget achtende Fortgeschrittene lange glücklich machen wird.

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Features:

 2x berührungsempfindliche Aluminium-Platters
 1x Crossfader, 2x Line Fader
 2x hochauflösende 70 mm Pitch Fader ohne Einrastpunkt
 Mouse-loses Musik Library Management
 Kontrollen für Effekte, Smart Looping, Hot Cues, Beat Mash und Sampler
 Beat Mash Mode zum taktgenauen Zerstückeln von Tracks on-the-fly
 6,3 mm Klinke Mikrofonanschluss mit Lautstärkeregler
 6,3 mm Stereo Klinke Kopfhöreranschluss mit Lautstärkeregler und Cue Mix-Regler
 insgesamt 61 MIDI-Regler (34 Knöpfe, 5 Fader, 3 Push & Dreh Encoder, 17 Drehregler)

www.reloop.com