Zweiter Jahrestag der Loveparade Tragödie

Vor genau zwei Jahren fand die Loveparade in Duisburg statt und endete in einer traumatischen Tragödie. Bis heute sind offiziell keine Schuldigen gefunden oder gar bestraft worden.
Zahlreiche Auswirkungen hatte das Ereignis trotzdem. Der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Sauerland, der bis heute keine politische Verantwortung übernommen hat, wurde durch die Duisburger Bürger abgewählt. Die Auflagen für solche Veranstaltungen sind per Gesetz massiv verschärft worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch gegen eine Vielzahl von Verantwortlichen, zu denen aber weder Ex-OB Sauerland noch Veranstalter und Hauptsponsor Rainer Schaller gehören. Viele Überlebende und Hinterbliebene kämpfen bis heute mit ihren Erinnerungen, die ihr Leben komplett verändert haben. Die Loveparade als Veranstaltung ist verständlicherweise nicht mehr als Marke weiterzuführen. Einige Beteiligte aus den alten Zeiten in Berlin wettern gegen die Kommerzialisierung der Parade und finden darin die Hauptursache für die Entwicklungen. Nachfolgeparaden auf deutschem Boden sind immer mal wieder angedacht, die Planungen werden aber nicht wirklich zu Ende geführt. Eine Gedenkstelle am Ort des Geschehens und der Erinnerung soll im kommenden Jahr eingerichtet sein. Der 24. Juli 2010 war ein großer Einschnitt in die Geschichte der elektronischen Musikszene.






