Freitag, 30. Juli 2010

Danube Rave 2009


21. Dezember 2009 // Nightflight  

Es gibt in Österreich wohl kaum ein zweites elektronisches Event, das einen derartigen Kultstatus genießt wie der legendäre Danube Rave! Wie bereits der Name unschwer erkennen lässt, begleiteten diese „Raves“ (ja so kann man es heutzutage eindeutig immer noch nennen) ganze Generationen an Techno-Jüngern hierzulande und dem nahen Ausland. Eigentlich ganz klar, dass der Linzer Posthof auch für mich vor zwölf (!!!) Jahren eine der allerersten Anlaufstellen war. Das waren bzw. sind immer noch diese magischen Nächte, von denen man noch seinen Kindern erzählen wird, wenn man auf das Thema „Spirit“ zu sprechen kommt. Einfach jenseits von gut und böse… hehe.

Der Veranstalter bewies über die Jahre immer ein sensationelles Gefühl für neue, aufstrebende internationale Jungtalente und DJ-Ikonen! Es gibt wohl keinen der ganz Großen, der nicht schon einmal in den heiligen Hallen gespielt hätte und hellauf begeistert gewesen wäre! Nach mehrjähriger „Kreativpause“ startete man 2008 erneut durch und fand 2009 endgültig zur alten Form zurück. Immer noch eine Art „Homebase“ bzw. eine Art „Treffen der Generationen“ für viele aus der alten Zeit! Dieses Jahr endlich wieder mal mit dem Münchener Urgestein und Danube Resident DJ Hell, der schon x mal Danube Luft schnupperte und wie immer seine ganz besondere Connection zum Linzer Publikum zu nutzen wusste – und das fast drei Stunden lang! Ganz dicker Support kam vom Label Neuzugang Snuff Crew, die aufpassen mussten, die Leute nicht an die Decke zu sprengen – BOMBEEE!!!

Ganz zu schweigen von der Live Performance von AG TRIO (eine durchgeknallte Truppe aus Linz) – die Jungs werden eindeutig noch ganz groß rauskommen – unpackbar grenzgenial! Mit Gregor Tresher wurde ein weiterer Stimmungsgarant verpflichtet, der absolut überzeugte – Mann, hatte die Anlage Druck. Lori J. Ward aka Hi:Fi Princess setzte dann mit ihren knackigen Beats der ganzen Sache eindeutig noch den Deckel auf und rockte b2b mit Eric Fischer nochmal für zwei Stunden, als ginge es um Leben und Tod. Die Performance von Lützenkirchen hingegen bewegte sich leider eher so im Mittelfeld. Er hat zwar ordentlich Stimmung gemacht, konnte aber soundmäßig leider nicht so sehr überzeugen – irgendwie zu sehr Standard. Weitere Highlights: Eindeutig die Wighnomy Brothers (seeehr deeep), der E-Verteiler Floor und der nationale Support von Mike Vinyl & Padre El Ferenco…

Schön, dass es heutzutage echt noch möglich ist, Abende wie diese zu erleben! Ich fiebere schon mit ganz großen Augen der nächsten Edition 2010 entgegen!!! Techno ist nicht tot – kommt und überzeugt euch selbst! Linz die Stahlstadt – immer noch!!!

Fotos: josef gaffl | austria

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