V.A. – Violence Chamber E.P. (Systemic Records)
Ein neues Label aus England, zwei jungfräuliche Betreiber dahinter, noch mehr Schub für die Marschfraktion. Geleitet von den beiden Artists Xenogen und Darkon Systemic macht sich die junge Soundschmiede auf den beschwerlichen Weg zwischen Hardtechno und Industrial und konnte für das zweite Release eine bereits verdiente Größe als Pushhilfe verpflichten. Thomas Nordmann, den meisten vor allem als 50 Prozent von X-Tension bekannt, bereichert die Platte mit der wohl professionellsten Arbeit namens „Cyber Storm“. Diese klingt mitunter zwar auch knackig nach X-Tension, erzeugt abseits davon aber genug hardtechnoide wie druckvolle Dynamik, um vor allem Freunde des Vorwärtsgangs für sich zu begeistern. „Jawbuster“ von Wilcox, der inzwischen auch schon mehrere Produktionen sein Eigen nennen kann, weist dagegen schon einen deutlicheren Druckabfall auf. Der Track scheppert, zischt und schrammt zwar gut nach vorne, bietet unten rum aber leider zu wenig Pfund. Die B-Seite gehört dann ganz den Labelgründern und überzeugt vor allem durch „Death Certificate“ von Xenogen, der zwar auch nicht wirklich drückt, aber vor allem durch sein verspieltes und echt schön daher peitschendes Arrangement auf sich aufmerksam macht. Unterm Strichergeben sich daraus ein gutes Monstertool und zwei ordentliche Lückenfüller, anhand derer man den dann doch etwas breiigen und konfus wirkenden B2-Gewaltmarsch „Serial Killa“ leicht verschmerzen kann. A1: 5 Points, der Rest anständige 4 Points Rodman







