Arandel – In D (InFiné / Alive)
Innerhalb des letzten halben Jahres das vierte Debütalbum auf Agorias Label InFiné. Und ebenso wie die von Aufgang, Danton Eeprom und Clara Moto sehr bemerkenswert! Arandel heißt das Projekt aus Frankreich, dass zwar von einer Person geführt wird, welches aber beliebig erweiterbar ist, eine Referenz an Terry Rileys legendäres „In C“. Es ist also ein Experiment, womit wir es hier zu tun haben, sowohl besetzungstechnisch, als auch musikalisch. Elektronische Töne stehen im Mittepunkt, werden ergänzt von angedeuteten Chorälen, Streichern, Bläser, Flächen. Diese reiche Instrumentierung wird allerdings fragmentiert, fermentiert, einzeln bearbeitet und neu zusammengefügt. Jeder Track hat eine andere Soundstruktur, mal steht der Takt im Vordergrund, mal eine Fläche, ein Fragment, ein Flüstern, ein Beat oder ein Aufschrei. Das klingt vielleicht kryptischer als es ist, denn tragend ist hier eigentlich immer eine Melodie, die sich in allen Tracks versteckt und gegebenenfalls auftaucht. Das füllt die einzelnen Skizzen mit Leben, verbindet sie und verleiht ihnen eine unglaubliche Intensität. Ein unglaublich spannendes Album, bzw. Entwurf, denn „In D“ ist nicht endgültig, es ist ein Status Quo und ich hoffe auf viele weitere. 6 points dr.nacht









