Samstag, 04. Februar 2012

Neu im Kino: Karate Kid


21. Juli 2010 // Kino  

Karate Kid_Hauptplakat(494x700)

Regie: Harald Zwart
Länge: 131 Min.
Genre: Martial-ArtsHauptdarsteller: Jaden Smith, Jackie Chan, Wenwen Han, Taraji P. HensonStart: 22. Juli 2010
Wertung: 3/6

Kritik:

Den hollywoodschen Remake-Bulldozer können nicht mal das kampferprobte Karate Kid und sein flinker Lehrmeister aufhalten. Die Neuverfilmung des 80er Jahre Kampfsport-Kultfilms „Karate Kid“ müsste aber eigentlich Kung-Fu Kid heißen, da der Protagonist seiner Mutter nicht nach Kalifornien, sondern nach China folgen muss – und da wird natürlich keine japanische Kampfkunst gelehrt. „Karate Kid“ ist anständiges Popkorn-Kino mit ansprechend choreographierten Action-Szenen und ein paar unfreiwillig komischen Stellen. Positiv überrascht, dass der erst 12-jährige Jaden Smith die Rolle, die im Original von einem 20-Jährigen gespielt wurde, körperlich und geistig ausfüllen kann. Die Story ist fast unverändert: Dre (Smith) zieht allein mit seiner Mutter (Henson) ins Reich der Mitte und gerät dort mit den Schul-Schlägern aneinander, weil er sich in Mei Ying (Han) verknallt. Die Schulrüpel bekommen von ihrem strengen Meister Lektionen in Kung-Fu und Grausamkeit, die sie sofort an Dre erproben. Nachdem der Hausmeister Mr. Han (Chan) den kleinen Amerikaner aus diesem Handkanten-Hagel rettet und sich dabei als Kung-Fu-Meister entpuppt, konfrontiert Han den Kung-Fu-Meister mit seinen fragwürdigen Methoden. Doch der Lehrmeister will Taten statt Worte sprechen lassen und fordert Mr. Han auf, Dre bei einem Turnier gegen seine brutale Schläger-Mannschaft antreten zu lassen. Die Teilnahme ist eine Frage der Ehre – doch wird Dre den Jungs, die ihm im Kung-Fu um Jahre voraus sind, Paroli bieten können?

Chan und Smith harmonieren optimal, wodurch über einige Story-Schwächen und seltsame Momente hinweggetäuscht wird. Die Bösewichte, klein wie groß, belustigen oft durch extreme Eindimensionalität, woran aber schon das Original krankte. Abgesehen davon und von den Sportfilm-Stereotypen im letzten Drittel ist „Karate Kid“ solides Unterhaltungskino.

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