5 Tage nach den tragischen Ereignissen auf der Duisburger Love Parade möchte ich gerne ein etwas ausführlicheres Statement abgeben. Erstmal möchte ich noch mal allen Verwandten und Freunden der Opfer mein aufrichtiges Beileid ausdrücken, und auch alle Verletzte und diejenigen, die sich von dem Erlebten nur schwer erholen werden, können sich meines Mitgefühls sicher sein. Ich bin immer noch sehr schockiert über das was ich bisher gesehen und gehört habe.
Die Love Parade entwickelte sich in den 90ern zusammen mit der, ich nenne sie mal, “Techno Bewegung”. Genauer gesagt war die Love Parade ein Ausdruck dieser Bewegung. Eine Bewegung die sich völlig autark aus dem Untergrund entwickelte. Unabhängig von jeglichem Profit- oder Image-Denken, geboren aus dem Wunsch gemeinsam zu feiern, zu tanzen und Spaß zu haben.
Mit der Zeit stiegen die Besucherzahlen und somit auch die finanziellen Ansprüche. Abgesehen davon, dass die Kosten stiegen (Stadtreinigung, etc.), stieg natürlich auch der Profit (für die Gemeinde und andere Beteiligte), und ein gewisses Image mit dem sich Firmen aufwerten konnten, war inzwischen auch zu verteilen. Eigentlich eine logische Konsequenz und rückblickend vielleicht auch leicht zu erkennen, dass irgendwann eine solche Veranstaltung in die Hände von Menschen fällt, die “gemeinsames Feiern, Tanzen und Spaß haben” nicht als ersten Grund aufweisen können, für den eine Love Parade veranstaltet werden sollte.
Dass es nun soweit kam, dass in Duisburg die Verantwortlichen im blinden Streben nach Image und Gewinn diese “Techno Bewegung” missbrauchten und durch die Ausschaltung jeglicher Kontrollinstanzen und Sicherheitsmaßnahmen es zuließen, dass Menschen, die nur gemeinsam feiern, tanzen und Spaß haben wollten, in eine Situation geraten konnten, in der 21 Unschuldige sterben mussten, Unzählige nun verletzt und traumatisiert sind, ist absolut erschreckend und schockierend.
Ich hoffe, dass das Geschehene komplett aufgeklärt wird und die Schuldigen schnellstmöglich zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.
Aber auch das wird das verursachte Leid nicht mindern.
Das Mindeste, was wir den Toten und Verletzten nun schuldig sind, ist dass wir in Zukunft darauf achten, dass sich so etwas nicht wiederholen kann. Neue Gesetze und Regeln helfen da nicht wirklich. Man hat gesehen, dass man auch denen nicht trauen kann, die dafür zuständig sind, dass diese Regeln eingehalten werden sollen.
Um wirklich etwas zu ändern, müssen wir bei uns selber anfangen. Wir DJs müssen noch besser darauf achten für Wen und Wo wir spielen, nur so können sich die Fans besser orientieren, und herausfinden was sich für sie lohnt und wo es sicher ist zu feiern. Grundsätzlich kann jeder mit seinem eigenen Verhalten viel auf dieser Welt ändern. Je aufmerksamer wir durchs Leben gehen und uns dadurch bewusster zwischen guten und schlechten Produkten, Dienstleistungen, Veranstaltungen oder anderen Dingen entscheiden können, desto weniger Handlungsspielraum haben kaltblütige Profiteure.
Im Angedenken an die Opfer der Love Parade in Duisburg 2010,
Chris Liebing

5 Tage nach den tragischen Ereignissen auf der Duisburger Love Parade möchte ich gerne ein etwas ausführlicheres Statement abgeben. Erstmal möchte ich noch mal allen Verwandten und Freunden der Opfer mein aufrichtiges Beileid ausdrücken, und auch alle Verletzte und diejenigen, die sich von dem Erlebten nur schwer erholen werden, können sich meines Mitgefühls sicher sein.
Ich bin immer noch sehr schockiert über das was ich bisher gesehen und gehört habe.
Die Love Parade entwickelte sich in den 90ern zusammen mit der, ich nenne sie mal, “Techno Bewegung”. Genauer gesagt war die Love Parade ein Ausdruck dieser Bewegung. Eine Bewegung die sich völlig autark aus dem Untergrund entwickelte. Unabhängig von jeglichem Profit- oder Image-Denken, geboren aus dem Wunsch gemeinsam zu feiern, zu tanzen und Spaß zu haben.
Mit der Zeit stiegen die Besucherzahlen und somit auch die finanziellen Ansprüche. Abgesehen davon, dass die Kosten stiegen (Stadtreinigung, etc.), stieg natürlich auch der Profit (für die Gemeinde und andere Beteiligte), und ein gewisses Image mit dem sich Firmen aufwerten konnten, war inzwischen auch zu verteilen. Eigentlich eine logische Konsequenz und rückblickend vielleicht auch leicht zu erkennen, dass irgendwann eine solche Veranstaltung in die Hände von Menschen fällt, die “gemeinsames Feiern, Tanzen und Spaß haben” nicht als ersten Grund aufweisen können, für den eine Love Parade veranstaltet werden sollte.
Dass es nun soweit kam, dass in Duisburg die Verantwortlichen im blinden Streben nach Image und Gewinn diese “Techno Bewegung” missbrauchten und durch die Ausschaltung jeglicher Kontrollinstanzen und Sicherheitsmaßnahmen es zuließen, dass Menschen, die nur gemeinsam feiern, tanzen und Spaß haben wollten, in eine Situation geraten konnten, in der 21 Unschuldige sterben mussten, Unzählige nun verletzt und traumatisiert sind, ist absolut erschreckend und schockierend.
Ich hoffe, dass das Geschehene komplett aufgeklärt wird und die Schuldigen schnellstmöglich zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.
Aber auch das wird das verursachte Leid nicht mindern.
Das Mindeste, was wir den Toten und Verletzten nun schuldig sind, ist dass wir in Zukunft darauf achten, dass sich so etwas nicht wiederholen kann. Neue Gesetze und Regeln helfen da nicht wirklich. Man hat gesehen, dass man auch denen nicht trauen kann, die dafür zuständig sind, dass diese Regeln eingehalten werden sollen.
Um wirklich etwas zu ändern, müssen wir bei uns selber anfangen.
Wir DJs müssen noch besser darauf achten für Wen und Wo wir spielen, nur so können sich die Fans besser orientieren, und herausfinden was sich für sie lohnt und wo es sicher ist zu feiern. Grundsätzlich kann jeder mit seinem eigenen Verhalten viel auf dieser Welt ändern. Je aufmerksamer wir durchs Leben gehen und uns dadurch bewusster zwischen guten und schlechten Produkten, Dienstleistungen, Veranstaltungen oder anderen Dingen entscheiden können, desto weniger Handlungsspielraum haben kaltblütige Profiteure.
Im Angedenken an die Opfer der Love Parade in Duisburg 2010,
Chris Liebing
Am Ende gehts doch bei fast allen um die Kohle, da können die meisten DJs erzählen was sie wollen. Und ich verstehe auch nicht wieso jeder, egal ob er da war oder nicht, dazu einen Kommentar abgeben muss ohne die genauen Hintergründe zu kennen.
Es sieht alles danach aus, als wenn krass fahrlässig gehandelt wurde bei der Veranstaltung, aber wie Westbam sagte kann sowas bei jeder Großveranstaltung passieren. Wenn in Berlin mal einer von ner Laterne in die Menge gestürzt wäre, wer weiß was passiert wäre. Oder im Gedränge vor der Goldelse. Zu 100% kann man Sicherheit nicht planen.
Auf wie vielen illegalen Bunker Partys war man denn früher gewesen ohne Notausgang oder ähnliches. Im Tresor war teilweise kein Sauerstoff mehr. Was da alles hätte passieren können.
Da wurden auch keinerlei Sicherheitsbestimmungen eingehalten.
Dass dieser Schaller das nicht macht, weil er Techno so geil findet, war doch von Anfang an klar. Und trotzdem wundert man sich wer auch da alles auf der Love Parade aufgelegt hat.
Da fängts doch schon an. Hauptsache immer dick dabei und sich präsentieren.
“Wir DJs müssen noch besser darauf achten für Wen und Wo wir spielen, nur so können sich die Fans besser orientieren, und herausfinden was sich für sie lohnt und wo es sicher ist zu feiern. Grundsätzlich kann jeder mit seinem eigenen Verhalten viel auf dieser Welt ändern. Je aufmerksamer wir durchs Leben gehen und uns dadurch bewusster zwischen guten und schlechten Produkten, Dienstleistungen, Veranstaltungen oder anderen Dingen entscheiden können, desto weniger Handlungsspielraum haben kaltblütige Profiteure.”
JAWOLLLLLLL
genauso seh ich das auch
und habe mich eh über duisburger veranstalter von floats gewundert ….
wahre worte, dass djs´s aufpassen müssen/können/sollten für wen sie spielen. doch wird die realität einiger kollegen eine andere sein…leider.
respekt dennoch an alle die in zukunft ihre verantwortung nicht in die hände des schnöden mammon legen.