Donnerstag, 17. Mai 2012

Novation Dicer – Die Würfel sind gefallen!


11. August 2010 // Technik  

Novation Dicer
Die Würfel sind gefallen!
Novation zeichnete sich seit geraumer Zeit durch gut konzipierte Controller-Lösungen aus und brachte der Produzentengemeinde Launchpad – aber auch Automap. Nach dem gelungenen Ableton-Support widmet sich der neueste Streich nun der ‚reinen‘ DJ-Kultur – insbesondere der Plattform Serato Scratch Live.
Erster Eindruck, Verarbeitung und Ausstattung
Nett verpackt schlagen die beiden knapp 10 cm messenden Dreiecke auf. Die Auslieferung erfolgt stets als Pärchen, die untereinander via USB connected sind. Die noch eigenwillig anmutende Form erklärt sich schnell von selbst: Der Dicer sucht sich seinen Platz in den Ecken der Wiedergabe-Player in Form von CD-Spielern oder Turntables, aber auch Laptops – sozusagen seiner Hosts. Für Technics-1210er-Besitzer bietet der Dicer sogar noch einen anschraubbaren Singlepuck, der genau in die Aussparungen passt. Gut gelöst! Aufwertend sind auch die vorhandenen Kensington-Locks.
Inbetriebnahme
Die Installation funktioniert problemlos dank Plug & Play. Zuerst wird der erste Dicer via Mini-USB verbunden, danach der zweite, der somit durchgeschleift wird. Für die Inbetriebnahme braucht man Scratch Live in der Version 2.1.
In Action
Die Controller bieten drei MIDI-Layer, die per Button angewählt werden. Die jeweiligen Layer sind dabei farblich codiert – Verwechslung quasi ausgeschlossen. Die Modi sind im Einzelnen: rot = Cue-Points, grün = Loop-Rolls und gelb = Autoloops.
Die Cue-Points werden durch einfaches Drücken auf die nicht belegten Plätze gesetzt. Vorhandene Cue-Points können durch Tastenkombination gelöscht werden. Per LED hat man jederzeit die Übersicht. Die Loop-Rolls erstrecken sich auf die Längen 1/16, 1/8, 1/4, 1/2 und 1/1. Die Auswahl hier ist eine solide Basis, aber leider nicht abschließend oder gar per Konfigurator editierbar. Schade. Gleiches gilt auch für die Autoloops. Mit Längeneinheiten von 1, 2, 4, 8 und 16 Schlägen erfüllt man hier die Grundbedürfnisse, bietet aber keine darüber hinaus gehende Kür. Dank des MIDI-Standards können die Dicer auch für jede andere Software verwendet werden und ergeben im Produkt exakt 60 unterschiedliche Befehle, die realisiert werden können.
Ein Wort noch zu den Tasten, die manchmal leider die Achillesferse von Novation-Controllern waren: Sie wirkten vor Inbetriebnahme etwas inakkurat und die Tiefe ihres Druckweges ließ mich Schlimmes erahnen. Dem ist aber nicht so. Im Test funktionierten sie tadellos und jeder Druck war ein Treffer.
Fazit
Mit dem Dicer besitzt man als Scratch-Live-User ein praktisches Add-On-Tool, das sich sehr Platz sparend platzieren lässt und mit dem man die wichtigsten Funktionen im Griff hat. Über den Straßenpreis von etwa EUR 100.- lässt sich streiten – ich finde ihn persönlich etwas zu hoch angesetzt, denn man findet beim Dicer keine verbauten Metallteile oder andere exorbitant hochwertige Komponenten. User mit einem größeren Budget werden wohl an dem Einsteiger-Tool vorbei gehen und auf andere Controller setzen. Neuankömmlinge im digitalen DJ-Zirkus aber werden mit dem Dicer ihre wahre Freude und einen zuverlässigen Partner für ihre Gigs haben.
www.novationmusic.com
Text: Mo-Ryn

dicer_TT_closeup

Novation zeichnete sich seit geraumer Zeit durch gut konzipierte Controller-Lösungen aus und brachte der Produzentengemeinde Launchpad – aber auch Automap. Nach dem gelungenen Ableton-Support widmet sich der neueste Streich nun der ‚reinen‘ DJ-Kultur – insbesondere der Plattform Serato Scratch Live.

Erster Eindruck, Verarbeitung und Ausstattung

Nett verpackt schlagen die beiden knapp 10 cm messenden Dreiecke auf. Die Auslieferung erfolgt stets als Pärchen, die untereinander via USB connected sind. Die noch eigenwillig anmutende Form erklärt sich schnell von selbst: Der Dicer sucht sich seinen Platz in den Ecken der Wiedergabe-Player in Form von CD-Spielern oder Turntables, aber auch Laptops – sozusagen seiner Hosts. Für Technics-1210er-Besitzer bietet der Dicer sogar noch einen anschraubbaren Singlepuck, der genau in die Aussparungen passt. Gut gelöst! Aufwertend sind auch die vorhandenen Kensington-Locks.

Inbetriebnahme

Die Installation funktioniert problemlos dank Plug & Play. Zuerst wird der erste Dicer via Mini-USB verbunden, danach der zweite, der somit durchgeschleift wird. Für die Inbetriebnahme braucht man Scratch Live in der Version 2.1.

In Action

Die Controller bieten drei MIDI-Layer, die per Button angewählt werden. Die jeweiligen Layer sind dabei farblich codiert – Verwechslung quasi ausgeschlossen. Die Modi sind im Einzelnen: rot = Cue-Points, grün = Loop-Rolls und gelb = Autoloops.

Die Cue-Points werden durch einfaches Drücken auf die nicht belegten Plätze gesetzt. Vorhandene Cue-Points können durch Tastenkombination gelöscht werden. Per LED hat man jederzeit die Übersicht. Die Loop-Rolls erstrecken sich auf die Längen 1/16, 1/8, 1/4, 1/2 und 1/1. Die Auswahl hier ist eine solide Basis, aber leider nicht abschließend oder gar per Konfigurator editierbar. Schade. Gleiches gilt auch für die Autoloops. Mit Längeneinheiten von 1, 2, 4, 8 und 16 Schlägen erfüllt man hier die Grundbedürfnisse, bietet aber keine darüber hinaus gehende Kür. Dank des MIDI-Standards können die Dicer auch für jede andere Software verwendet werden und ergeben im Produkt exakt 60 unterschiedliche Befehle, die realisiert werden können.

Ein Wort noch zu den Tasten, die manchmal leider die Achillesferse von Novation-Controllern waren: Sie wirkten vor Inbetriebnahme etwas inakkurat und die Tiefe ihres Druckweges ließ mich Schlimmes erahnen. Dem ist aber nicht so. Im Test funktionierten sie tadellos und jeder Druck war ein Treffer.

Fazit

Mit dem Dicer besitzt man als Scratch-Live-User ein praktisches Add-On-Tool, das sich sehr Platz sparend platzieren lässt und mit dem man die wichtigsten Funktionen im Griff hat. Über den Straßenpreis von etwa EUR 100.- lässt sich streiten – ich finde ihn persönlich etwas zu hoch angesetzt, denn man findet beim Dicer keine verbauten Metallteile oder andere exorbitant hochwertige Komponenten. User mit einem größeren Budget werden wohl an dem Einsteiger-Tool vorbei gehen und auf andere Controller setzen. Neuankömmlinge im digitalen DJ-Zirkus aber werden mit dem Dicer ihre wahre Freude und einen zuverlässigen Partner für ihre Gigs haben.

www.novationmusic.com

Kommentare

Eine Antwort auf “Novation Dicer – Die Würfel sind gefallen!”
  1. BeBo sagt:

    Also Ich würde mich jetzt nicht gerade als Einsteiger bezeichnen. Trotzdem benutze ich die Teile seit ca. 5 Wochen für Traktor!

    Dort kann man die Funktionen auch beliebig editieren.

    Einfach klasse die Teile!

    benutze Sie für play/pause/cue Steuerung, Loop Steuerung und Effeckt-Unit Steuerung. Das ganze eben für 2 Deckt. Einfach super.

    Dank der Farblichen Markierung auch super im Club zu gebrauchen.

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