Donnerstag, 17. Mai 2012

Propellerhead Reason 5 – Gimme Five!


14. September 2010 // Technik  

Tatsächlhaben die smarten Schweden bereits vor genau zehn Jahren mit Reason einen Standard im Bereich der musikalischen Softwarelösungen geschaffen, wie man ihn bis dahin nur von Hardware-Instrumenten kannte. Verwandte All-In-One-Konzepte anderer Hersteller wie Arturia Storm oder Synapse Orion folgten zwar zügig, ohne allerdings jemals die Popularität von Reason erreicht zu haben.
All what’s known
Grund für den frühen und anhaltenden Triumph war das gleichermaßen einfache wie umfassende Modularkonzept, welches nicht nur klanglich sondern auch optisch die Möglichkeiten der jeweiligen Rechnergeneration auszuschöpfen wusste. Allerdings, und das war entscheidend, ohne die Ressourcen bis an den Rande des Absturzes zu bringen. Auch in der jetzigen Version 5 gibt es, ob Stand Alone oder mittels ReWire in Slave-Abhängigkeit betrieben, an der Laufstabilität wortwörtlich nichts zu rütteln.
Die Installation der Software erfolgt nach bewährtem Prinzip: Auf die Installation des Programms folgt das Lizensierungsverfahren über die Propellerhead-Page. Mit dem Programmstart richten sich die ebenso umfangreichen wie für den Betrieb unerlässlichen Soundbänke „Orkester“ und „Factory“ ein. Danach kann man sofort mit der Arbeit, sprich dem Einrichten des virtuellen Racks beginnen. Die wichtigsten Module und Merkmale wurde von der Vorgängerversion 4 übernommen, die für viele Nutzer, auch was die Optimierung der Bedienung betrifft, als bislang größter Quantensprung in der Produkthistorie gilt. Dreh- und Angelpunkt wird also auch weiterhin das umfangreich ausgestattete Mixermodul sein, an dem die Instrumente und sonstigen Tools zusammengeführt werden. Bei den Klangerzeugern sind es vor allem das granularsynthetische Monster „Malström“, das virtuell analoge Schlachtschiff „Subtractor“ oder der mit Version 4 eingeführte, semi-modulare Donnergott „Thor“. Samplerseitig schicken Propellerhead zum einen ihren einfachen, aber effektiven Klassiker „NN-19“ sowie Groove-Spezialisten „Redrum“ ins Rennen.
All that’s new
Aber gerade auch im Bereich der Sampling-Units spielen sich entscheidende Neuerungen ab. So geben uns die Schweden mit dem „NN-XT“ eine neue, im Vergleich zum NN-19 wesentlich umfangreicher ausgestattete Sampler-Waffe an die Hand. Komfortabel lassen sich hier über ein Meer von Reglern zwei LFOs, Pitches, Filterverläufe und Hüllkurven für Modulation sowie Lautstärke anlegen und in Echtzeit verändern. Wer es als wichtig erachtet, kann jetzt sogar wieder eigenes Klangmaterial direkt aufnehmen und bearbeiten. Um es dann folgend zum Beispiel dem „Dr. Octo Rex“ zuzuführen. Dieses grafisch schmuck gestaltete Gerät ersetzt, wie der Name schon vermuten lässt, ab sofort den alten „Dr. Rex“. Mit dem neuen Doktor lassen sich nun bis zu acht Loops übersichtlich starten, stoppen, synchronisieren und zugleich auch grafisch editieren. Ableton Live lässt hier sicherlich grüßen. Das Highlight der Version 5 trägt jedoch die Bezeichnung „Kong“ und ist ein King unter den Groove-Tools. Im Zentrum stehen hier 4 x 4 Drum-Pads, welche sich nicht etwa nur mit Sounds, sondern mit rudimentären Instrumenten belegen lassen. Zur Auswahl stehen hierbei Mini-Sampler oder auch Physical Modelling Module für eine Vielzahl von Klängen, erweitert um verschiedene Ins- und Outs unter anderem für die Einbettung von Effekten wie Distortion, Filter, Noise, Tone oder den sogenannten Rattler. Fast scheint es, als hätten Propellerhead mit Kong die gesamte Philosophie dieses Programms, ja der gesamten Company in einem Instrument konzentriert: Sei intelligent. Bleibe übersichtlich. Arbeite effektiv. Und vergesse nie – ein musikalisches Ziel ist der Spaß am kreativen Spiel.
Fazit
Gerade letzte Aussage macht deutlich, warum eine Company wie Propellerhead im elektronischen Bereich derart erfolgreich ist. Weil sie Fleisch vom Fleische der Dance Szene war und geblieben ist. So ist der Erhalt der geschäftlichen Unabhängigkeit etwas, das in der Propellerhead-Agenda noch immer ganz oben steht. Entsprechend bleibt der Griff zu Reason in der Version 5 im Jahr 10 nach Erscheinen nicht nur ein Tipp. Er ist Pflicht.
Systemanforderungen:

Mac OS X 10.4
Intel Mac Core2 Duo, 1 GB RAM, DVD,
2 GB freier Festplattenspeicher
Windows XP, Vista, 7
Intel Pentium 4 / AMD Athlon, 1 GB RAM, DVD,
2 GB freier Festplattenspeicher
MIDI-Interface, MIDI-Keyboard empfohlen
Preise:
Reason 5: 305 Euro
Reason 5 Upgrade: 99 EurKong

Kong

Dass wir tanzrelevante Tool-Hersteller über viele Jahre redaktionell eng begleiten, ist wahrlich kein Einzelfall. Dass uns allerdings ein und dasselbe Produkt über eine Dekade regelmäßig ausführlich beschäftigt, weil es immer aufs Neue zu überraschen und begeistern weiß, ist nahezu einzigartig. Propellerhead haben mit Reason diesen Seltenheitsstatus nicht nur erreicht, sondern mit der neuen Version 5 einmal mehr unter Beweis gestellt.

Tatsächlich haben die smarten Schweden bereits vor genau zehn Jahren mit Reason einen Standard im Bereich der musikalischen Softwarelösungen geschaffen, wie man ihn bis dahin nur von Hardware-Instrumenten kannte. Verwandte All-In-One-Konzepte anderer Hersteller wie Arturia Storm oder Synapse Orion folgten zwar zügig, ohne allerdings jemals die Popularität von Reason erreicht zu haben.

All what’s known

Grund für den frühen und anhaltenden Triumph war das gleichermaßen einfache wie umfassende Modularkonzept, welches nicht nur klanglich sondern auch optisch die Möglichkeiten der jeweiligen Rechnergeneration auszuschöpfen wusste. Allerdings, und das war entscheidend, ohne die Ressourcen bis an den Rande des Absturzes zu bringen. Auch in der jetzigen Version 5 gibt es, ob Stand Alone oder mittels ReWire in Slave-Abhängigkeit betrieben, an der Laufstabilität wortwörtlich nichts zu rütteln.

Die Installation der Software erfolgt nach bewährtem Prinzip: Auf die Installation des Programms folgt das Lizensierungsverfahren über die Propellerhead-Page. Mit dem Programmstart richten sich die ebenso umfangreichen wie für den Betrieb unerlässlichen Soundbänke „Orkester“ und „Factory“ ein. Danach kann man sofort mit der Arbeit, sprich dem Einrichten des virtuellen Racks beginnen. Die wichtigsten Module und Merkmale wurde von der Vorgängerversion 4 übernommen, die für viele Nutzer, auch was die Optimierung der Bedienung betrifft, als bislang größter Quantensprung in der Produkthistorie gilt. Dreh- und Angelpunkt wird also auch weiterhin das umfangreich ausgestattete Mixermodul sein, an dem die Instrumente und sonstigen Tools zusammengeführt werden. Bei den Klangerzeugern sind es vor allem das granularsynthetische Monster „Malström“, das virtuell analoge Schlachtschiff „Subtractor“ oder der mit Version 4 eingeführte, semi-modulare Donnergott „Thor“. Samplerseitig schicken Propellerhead zum einen ihren einfachen, aber effektiven Klassiker „NN-19“ sowie Groove-Spezialisten „Redrum“ ins Rennen.

All that’s new

Aber gerade auch im Bereich der Sampling-Units spielen sich entscheidende Neuerungen ab. So geben uns die Schweden mit dem „NN-XT“ eine neue, im Vergleich zum NN-19 wesentlich umfangreicher ausgestattete Sampler-Waffe an die Hand. Komfortabel lassen sich hier über ein Meer von Reglern zwei LFOs, Pitches, Filterverläufe und Hüllkurven für Modulation sowie Lautstärke anlegen und in Echtzeit verändern. Wer es als wichtig erachtet, kann jetzt sogar wieder eigenes Klangmaterial direkt aufnehmen und bearbeiten. Um es dann folgend zum Beispiel dem „Dr. Octo Rex“ zuzuführen. Dieses grafisch schmuck gestaltete Gerät ersetzt, wie der Name schon vermuten lässt, ab sofort den alten „Dr. Rex“. Mit dem neuen Doktor lassen sich nun bis zu acht Loops übersichtlich starten, stoppen, synchronisieren und zugleich auch grafisch editieren. Ableton Live lässt hier sicherlich grüßen. Das Highlight der Version 5 trägt jedoch die Bezeichnung „Kong“ und ist ein King unter den Groove-Tools. Im Zentrum stehen hier 4 x 4 Drum-Pads, welche sich nicht etwa nur mit Sounds, sondern mit rudimentären Instrumenten belegen lassen. Zur Auswahl stehen hierbei Mini-Sampler oder auch Physical Modelling Module für eine Vielzahl von Klängen, erweitert um verschiedene Ins- und Outs unter anderem für die Einbettung von Effekten wie Distortion, Filter, Noise, Tone oder den sogenannten Rattler. Fast scheint es, als hätten Propellerhead mit Kong die gesamte Philosophie dieses Programms, ja der gesamten Company in einem Instrument konzentriert: Sei intelligent. Bleibe übersichtlich. Arbeite effektiv. Und vergesse nie – ein musikalisches Ziel ist der Spaß am kreativen Spiel.

Fazit

Gerade letzte Aussage macht deutlich, warum eine Company wie Propellerhead im elektronischen Bereich derart erfolgreich ist. Weil sie Fleisch vom Fleische der Dance Szene war und geblieben ist. So ist der Erhalt der geschäftlichen Unabhängigkeit etwas, das in der Propellerhead-Agenda noch immer ganz oben steht. Entsprechend bleibt der Griff zu Reason in der Version 5 im Jahr 10 nach Erscheinen nicht nur ein Tipp. Er ist Pflicht.

Systemanforderungen:

Mac OS X 10.4
Intel Mac Core2 Duo, 1 GB RAM, DVD
2 GB freier Festplattenspeicher

Windows XP, Vista, 7
Intel Pentium 4 / AMD Athlon, 1 GB RAM, DVD,
2 GB freier Festplattenspeicher

MIDI-Interface, MIDI-Keyboard empfohlen

Preise:

Reason 5: 305 Euro
Reason 5 Upgrade: 99 Euro

www.propellerheads.se/products/reason/

Kommentare

2 Antworten auf “Propellerhead Reason 5 – Gimme Five!”
  1. AJ sagt:

    P.S. Mit Record zusammen selbstverständlich. :)

  2. AJ sagt:

    Ein wirklich tolles Update! Die Propellerheads sind damit in der Oberliga angekommen. Nur noch zwei Neuerungen in Form V.6 und V.7 und der Rest kann einpackent.
    Gratulation den Schweden!

Artikel kommentieren

Einen Avatar (Bild neben deinem Kommentar) kannst du dir hier einrichten.





Wir behalten uns vor, rechtlich und inhaltlich fragwürdige Kommentare zu entfernen.