Donnerstag, 17. Mai 2012

Eulbergs heimische Gefilde: Erste Farbtupfer


13. August 2010 // Allgemein  

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Herr Eulberg beschäftigt sich dieses Mal mit einem Phänomen, welches das Ende des Winters ankündigt. Es geht um die Pflanzen, die sich nach dem Winter als erste trauen, ihren Kopf aus der Erde zu stecken. Ein Abgesang auf die Geophyten:

Kaum ist der Schnee verschwunden, blühen bereits ab Februar/März die ersten Blumen in unseren heimischen Wäldern, bevor der Frühling auch den Rest unserer Landschaft in ein zartes Grün hüllt. Teppiche der weißen bis violetten Blütenstände des Lerchensporns bedecken den noch kargen Waldboden. Auch zarte Schneeglöckchen, goldgelbes Scharbockskraut, farbige Krokusse und leuchtend weiße Buschwindröschen zaubern erste Farbtupfer in die Landschaft. Doch wo nehmen diese Pflanzen so schnell nach dem Winter ihre Kräfte für ein so explosionsartiges Wachstum her? Ihre Überlebensstrategie liegt tief verborgen. Die Überdauerungsorgane befinden sich in Form von Knollen, Zwiebeln und Rhizomen unterhalb der Erde. Solche Pflanzen nennt man Geophyten. Dort speichern sie über den Winter hinweg die angesammelten Nährstoffe der letzten Vegetationsperiode. Steigen die Temperaturen im Frühjahr über den Gefrierpunkt beginnt die Pflanze damit diese für das Wachstum freizusetzen. Neuerlicher Frost schadet ihnen nicht, führt nur zu einem kurzen Aussetzen des Wachstums. Somit nutzen Geophyten das kurze Zeitfenster, in dem die Temperaturen schon hoch genug zum Wachstums sind, das Laub der Bäume aber noch nicht entwickelt ist und sie somit die volle Energie der Sonne zur Photosynthese nutzen können. Bereits im Mai schließen sie ihren Lebenszyklus ab und überdauern den Rest des Jahres unterirdisch.

www.dominik-eulberg.de

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